6 Schritte zum Netzwerk Grundeinkommen Österreich (NGOe)

Derzeit geht das Netzwerk Grundeinkommen hauptsächlich von der KSÖ aus. Auch die Homepage www.grundeinkommen.at wird von der KSÖ gestaltet. Dies sollte jetzt anders werden. Das Netzwerk soll eine eigene Struktur und Autonomie bekommen um dadurch selbstständig zu werden. Die Kreativfabrik glaubt jedoch, das der Übergang langsam und vorsichtig passieren muss.

Aufgrund des schaumgebremsten Fortgangs innerhalb des Netzwerks Grundeinkommen und sozialer Zusammenhalt und der, aus unserer Sicht, untransparenten Koordination der Tätigkeiten innerhalb dessen, verstehen wir unseren Vorschlag als eine Grundlage der moderierten Konzeptentwicklung, in die all jene eingebunden werden sollen und müssen, die an einem raschen Weiterkommen in Bezug auf die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens interessiert sind. Wir verstehen unseren Vorschlag als Ausgangspunkt für eine enger vernetzte Zusammenarbeit. Dadurch soll die Mitgliedschaft genau definiert werden, und jedem gleiche Stärke, gleiche Rechte und gleiches Gehör innerhalb des Netzwerks verschafft werden. Denn nur durch folgend angeführte Schritte kann ein nachhaltiges Entwicklungspotential freigesetzt werden. Jegliches Weiterarbeiten und jegliche Diskussion, welche ohne Bedachtnahme auf diese Abläufe geschieht, ist, unserer Ansicht nach, vergeudete Zeit, Verschwendung von Ressourcen und damit auch Kontraproduktiv.

Unser Vorschlag zur Etablierung eines nachhaltigen Netzwerks Grundeinkommen Österreich benötigt zumindest folgende sechs Schritte:

Schritt 1 – Gründung eines Dachverbandes

Die Gründung eines Dachverbandes empfinden wir als unumgänglich. Statuten dazu sollen entwickelt und eingereicht werden. Ebenfalls soll es demokratische Vorstandswahlen geben. Denn so können wir Mitgliedern des Netzwerkes die nötigen gesetzlichen Rahmenbedingungen schaffen, und die Position aller Mitglieder im Netzwerk mittels Organigramm (Bundesorganisation, Landes- und Bezirksstellen usw.) veranschaulichen. Das Netzwerk verfügt über kein Budget. Daher sind alle Funktionärstätigkeiten, so wie das Mitwirken im Netzwerk ausschließlich unentgeltlich möglich. Eventuelle Einnahmen sollen nur für die im Netzwerk beschlossenen Druckwerke und Aktivitäten verwendet werden.

Dieser neu gegründete Dachverband ist weiters offizielles Mitglied in den europäischen und internationalen Netzwerken zum Grundeinkommen (BIEN).

 

Schritt 2 – Definition der Mitgliedschaft

Unser Vorschlag hierzu wäre:

Mitglieder können Einzelpersonen, so wie ganze Organisationen werden. Die Mitgliedschaft ist unentgeltlich. Die Zugehörigkeit von Personen zu Organisationen ist dem Netzwerk bekannt zu geben.

Mitglieder die das Netzwerk Grundeinkommen in irgendeiner Form schädigen, sollen umgehend ausgeschlossen werden.

 

Schritt 3 – Schaffung von Demokratie

Nicht nur das Grundeinkommen, sondern auch die demokratische Abwicklung von Prozessen sollte dem Netzwerk ein Anliegen sein. Die Einbindung von Mitgliedern im demokratischen Sinn ist ein wichtiges Ziel, um ein nachhaltiges Netzwerk zu schaffen. Über sämtliche Vorgangsweisen und Ausführungen soll es demokratische Abstimmungen geben.

Bei differenzierenden Interessen der Mitglieder ist durch die Bildung von parallelen Arbeitsgruppen im Besonderen darauf einzugehen. Die Resultate der beiden Arbeitsgruppen werden zur Abstimmung der Vollversammlung vorgelegt. Diese entscheidet die Richtung der gemeinsamen Weiterarbeit.

Als Beispiel:

Bei der Finanzierung des Grundeinkommens gibt es Mitglieder die das Grundeinkommen ausschließlich über Steuern finanzieren wollen, andere wiederum über die Formel „Förderungen: Bevölkerung = Grundeinkommen“. Unser Vorschlag dazu wäre zwei Arbeitsgruppen einzurichten die sich je mit ihrem Interesse auseinandersetzt.

 

Schritt4 – Initialisierung von Arbeitsgruppen

Was brauchen wir, um Politik-, Bevölkerungs- und Wirtschaftsinteressen gleichermaßen abzudecken, und um das gesamte Territorium der Republik Österreich einheitlich von der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens zu überzeugen? Dazu bedarf es einen Konsens aller Beteiligten. Erste Erfolge in diese Richtung wurden bereits beim 1.Runden Tisch Grundeinkommen gemacht, die gemeinsamen Grundsätze universell, bedingungslos, personenbezogen und existenzsichernd wurden einheitlich angenommen, erste Arbeitsgruppen zu Finanzen und Öffentlichkeitsarbeit eingerichtet. Jedoch ist der Informationsfluss abgerissen, Meinungen anderer wurden im Fall der Finanzierung nicht eingehoben. Das Resultat war eine Präsentation einer einzigen Teilnehmenden Organisation, der Raum für Diskussionen war stark eingeschränkt. Damit sich nicht jedes Mitglied mit ein und demselben Thema beschäftigen muss und ein rascheres Voranschreiten ermöglicht wird, ist es notwendig Arbeitsgruppen im Rahmen des zukünftigen Dachverbandes einzurichten. Die Beteiligung an einer solchen steht jedem Mitglied frei. Die Themen der Arbeitsgruppen werden im Rahmen der Vollversammlungen des Netzwerks festgelegt.

Die Arbeitsgruppen sind dazu aufgerufen monatlich einen Arbeitsbericht an das Netzwerk zu senden, um die Arbeiten und Aktivitäten besser koordinieren zu können. Das Netzwerk ihrerseits informiert alle Mitglieder über die Fortschritte. Doppelgleisigkeit können auf diese Weise reduziert, inaktive Arbeitsgruppen leichter eingestellt werden.

Zum Beispiel: Bringt eine Arbeitsgruppe 3 Monate keinen Bericht, wird sie bei der Öffentlichkeitsarbeit nicht mehr berücksichtigt.

Die Einrichtung von neuen Arbeitsgruppen ist jederzeit möglich.

Jede Arbeitsgruppe besteht aus einem Team von denen zwei Personen als Ansprechpersonen genannt werden. Diese sollen den Mitgliedern in einem Arbeitsgruppenblatt bekannt gegeben werden. So kommen Interessenten schneller an die richtige Adresse und werden zum fachlich kompetentesten Gesprächspartner weitergeleitet.

 

Schritt 5 – Schaffung einer Vernetzungsstruktur

Um eine Effizienz der Vernetzung zu erreichen, benötigt es einer durchdachten Vernetzungsstruktur. Wir wollen erreichen, dass jedes Bundesland seine eigene Vernetzungsstruktur entwickelt, die sich im Österreichischen Netzwerk wieder finden.

Trägerorganisationen sollen eingerichtet werden, bzw. können bestehende Organisationen als Trägerorganisationen anerkannt werden.

So sollen auch in allen Bundesländern Runde Tische zum Thema Grundeinkommen abgehalten werden. Das Netzwerk soll die jeweiligen Entwicklungen in den Ländern an die Landesorganisationen weitergeben. So können Informationen schneller und effizienter an Mitglieder, aber auch an die Bevölkerung weiter gegeben werden.

Die Ressourcen der Mitglieder sollen erhoben werden, um sie bei Bedarf einsetzen zu können. Auch die Zusammenarbeit der Mitglieder sollte durch das Netzwerk gestärkt werden. Arbeitsberichte der Landesorganisationen über ihre regionalen Tätigkeiten sollen beim Bundestreffen vorgelegt werden, um den Grad des Engagements zu erkennen und Übersicht über die Aktivitäten zu bekommen.

Eine Landkarte zur Übersicht der beteiligten Organisationen soll der Bevölkerung die Anlaufstellen näher bringen.

 

Zur schnelleren und besseren Informationsstruktur schlagen wir vor:

 

Schritt 6 – Schaffung eines einheitlichen Marketings

Marketing ist heutzutage ein wichtiges Mittel um seine Interessen umzusetzen. Nur wer flächendeckend vertreten ist, und sein Gesicht über Bezirke, Regionen und Länder hinaus prägt, wird über lange Sicht auch wirklich Erfolg mit seinem Produkt haben. Besonders wichtig ist dies im Umgang mit Wirtschaft und Politik, welche die Sprache des Marketings als die beinahe Einzige noch verstehen. Durch ihre Komplexität begreifen sie den organisatorischen Stand und gehen, auf Grund des daraus resultierenden öffentlichen Drucks, rascher auf Forderungen ein.

Zu folgenden Bereichen ist ein einheitliches Marketing zur erstellen:

Selbstverständlich kann und soll diesem Konzept noch etwas hinzugefügt oder ergänzt werden.

 

Artikel zum Thema:

 

Erster Runder Tisch Grundeinkommen am 08.09.2006!

 

Start des neuen Netzwerk Grundeinkommen Österreich, GÖ !!!