Erster Runder Tisch Grundeinkommen am 08.09.2006!

 

Am 8.September 2006 lud die Katholische Sozialakademie Österreichs gemeinsam mit dem Netzwerk "Grundeinkommen und Sozialer Zusammenhalt" zum ersten "Runden Tisch - Grundeinkommen". Neben vielen renommierten Autoren und Soziologen des Grundeinkommens nahmen auch Vertreter von ATTAC, der KPÖ, SOL, dem Verein Fahrgast, der Basisgruppe Zivilgesellschaft, dem Verein Arbeitslosensprecherin, FIAN, SERI, KAB, der IG EuroVision, der Selbshilfegruppe für Menschen in schwierigen Lebenssituationen (SHG_fMisL) der Initiative "Volksgesetzgebung jetzt!", des AUGUSTIN und nicht zuletzt auch der Kreativfabrik an diesem Vernetzungstreffen teil. Geleitet wurde dieses Treffen von Margit Appel (Bild links).

 

Ziel dieses ersten Treffens war es, bestehende Initiativen und Einzelpersonen, die für das garantierte Grundeinkommen eintreten, zu vernetzten und gemeinsam über mögliche Aktivitäten zu diskutieren. Es wurde schnell Einigung über die nun gemeinsamen Grundsätze gefunden. Diese lauten:

 

Universell ...soll das Grundeinkommen sein, weil es nicht diskriminierend sein soll. Es soll also jeder und jedem zugute kommen, der / die auf Dauer in einem bestimmten Land lebt. In der Festsetzung der Höhe des Grundeinkommens unterscheiden wir zwischen Kindern / Jugendlichen und Erwachsenen.

Bedingungslos ...soll die von uns geforderte Grundsicherung deshalb sein, weil wir in einem Grundeinkommen ein BürgerInnenrecht sehen, das nicht von Bedingungen (Arbeitszwang, Verpflichtung zu gemeinnütziger Tätigkeit, geschlechterrollenkonformes Verhalten) abhängig gemacht werden kann.

   

Personenbezogen  ...als BürgerInnenrecht steht das Grundeinkommen jeder Person zu und darf nicht abhängig gemacht werden von der Einkommens- und Vermögenssituation eines Familienmitgliedes oder eineR MitbewohnerIn.

Existenzsichernd ...Grundeinkommen soll eine echte Teilhabe (materiell, sozial, kulturell) am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Daher muss es auch in existenzsichernder Höhe ausgezahlt werden.

 
Am 17.10.2006 folgte bereits das erste Treffen einer Arbeitsgruppe die sich ausschließlich mit den Möglichkeiten einer gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit beschäftigte. Auch hier war die Kreativfabrik durch Gerhard Reinprecht, Karl Dittirch und Edeltraud Hafner vertreten. Ein Anliegen der Kreativfabrik war es dabei, dass sich das Netzwerk Grundeinkommen neu präsentieren sollte.

Derzeit geht das Netzwerk Grundeinkommen hauptsächlich von der KSÖ aus. Auch die Hompage www.grundeinkommen.at wird von der KSÖ gestaltet. Dies sollte jetzt anders werden. Das Netzwerk soll eine eigene Struktur und Autonomität bekommen und selbstständig werden. Die Kreativfabrik glaubt jedoch, das der Übergang langsam und vorsichtig passieren muss.

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