Zum Entscheid des Volksanwalts:

 

Recht auf Strom

Kaum zu fassen, aber der Kreativfabrik berichtet eine Familie, dass sie ohne Strom leben muss! Eine Alternative soll nun ein Münzautomat des Stromanbieters sein. Durch diesen Schritt wird nicht nur der Strom für die betroffene Familie teurer (vielleicht sogar der teuerste Strom?), vielmehr stellt sich die Frage, wie in der Zeit, in der keine Münzen zur Verfügung stehen gelebt werden soll? Wir fragen uns weiters: Wie viele Menschen im Burgenland sind bereits von dieser Alternative betroffen?

 

Kein Kühlschrank, keine Gefriertruhe, kein Warmwasser, kein Ofen zum Kochen, kein Licht am Abend. In Anbetracht dessen, dass einige Familien auch Kleinkinder haben, ist diese Alternative hoffentlich nicht gesellschaftsfähig.

 

Wenn in einer modernen Welt Menschen ohne Strom leben müssen, finden wir das nicht nur bedenklich, sondern auch menschenunwürdig. Für Denkmäler, Strassen, Werbeflächen gibt es ausreichend Strom,  für Menschen nicht.

 

Menschen denen nicht einmal die nötige Hygiene geboten wird, erleiden Krankheiten, und in Folge kann solch eine Politik auch zur Seuchengefahr führen. Die Fragen die sich diesen Menschen stellen: Wo ist das Sozialamt? Wo ist das Jugendamt? Wo sind die nötigen Hilfseinrichtungen? Wer hilft Menschen in Armut? Warum schauen wir alle zu, wie Menschen in Armut und Suizide enden? Wo ist die humane Politik?

 

Von Behörden und dem Stromanbieter haben diese Menschen momentan leider keine Hilfe zu erwarten.

 

Wir bitten alle Bürger und die Politik im Land, diesen Menschen zu helfen, ihnen ein menschenwürdiges Leben in unserer Gesellschaft zu bieten, so wie es das Menschenrecht und unsere Verfassung vorsieht.